Thermik, Soaring und Streckenfliegen im Socatal

Nur etwa eine Autostunde südlich von Österreich liegt ein Fluggebiet, das mit alpinen Höhen und mediterranem Flair allen Ansprüchen gerecht wird.

Von Bovec nach Kobarid und weiter nach Tolmin schlängelt sich die Soca mit ihrem kristallklaren Wasser durch das weiße Kiesbett. Flankiert wird das Tal von Bergzügen, die sich bis auf über 2400 m erheben.

Gleitschirmfliegen im Socatal

Hauke Scholz und Norbert "Nobbi" Fleisch
z.B. mit Hauke Scholz, Fluglehrer und Skyperformance-Trainer und Norbert "Nobbi" Fleisch", Fluglehrer, Meteoexperte, Reiseexperte

Je nach Windrichtung starten wir zum Beispiel auf dem Stol (1400 m) im Norden oder auf dem Kobala (1100 m) bei Tolmin.

Während Hobby- und Genusspiloten ihren 10 km- Abflug an der Kante des Stol hinunter zum Landeplatz genießen, bauen die ambitionierten Flieger Höhe auf, um nach dem Talsprung die nächsten Hänge zu erreichen und das Tal weiter abzufliegen.

Wer „absäuft“, landet einfach auf einer der riesigen Wiesen im Tal und lässt sich nach einem Bad im kalten Wasser der Soca von unserem Shuttlebus abholen.

Noch etwas südlicher ermöglicht der Lijak auch Hobby- und Genusspiloten stundenlange Flüge entlang der Bergkante – Adriablick inklusive! Gelände- und Meteobriefings, Fluglehrerbetreuung (Funk) sowie Tipps zum erfolgreichen Streckenfliegen helfen, den eigenen Flugstil weiter zu verbessern.

Anreise

Wir empfehlen die Anreise zum Selbstkostenpreis mit unserem Shuttlebus. Unser Shuttle fährt von der Wasserkuppe nach Slowenien und zurück. Vor Ort steht für jeden Teilnehmer ein Platz im Bus zur Verfügung.

Unterkunft und Verpflegung

Wir wohnen in Doppelzimmern, auf Wunsch können auch Einzelzimmer gebucht werden. Das Frühstücksbuffet ist im Übernachtungspreis (etwa 40 Euro p.P./Nacht im Einzelzimmer, 30 Euro p.P./Nacht im Doppelzimmer) enthalten.

Um deine Zimmerbuchung kümmern wir uns: Gib bei deiner Anmeldung einfach deinen Zimmerwunsch (Einzel- oder Doppelzimmer) an und wir buchen dein Zimmer direkt beim Vermieter.

Dieser Service ist für dich kostenlos, für Unterkunft und Verpflegung zahlst du dann direkt vor Ort. Nur Barzahlung möglich!

Der Garten unserer Unterkunft bietet eine Feuerstelle und eine Grillstelle mit überdachtem Freisitz - ideal für gemeinsame Grillabende! Die Spezialität des Hauses ist die frisch geräucherte Forelle. Besonders bei später Heimkehr vom Flugtag steuern wir auch gerne mal die Pizzeria im Ort an. Ein Abendessen bekommt man hier ab etwa 13 €.

Weitere Freizeitmöglichkeiten

Das Freizeitangebot ist überwältigend und macht unsere Flugwochen auch für nichtfliegende Begleitung interessant: Rafting, Canyoning oder Kajakfahren auf der Soca, Bergwandern, Höhlenklettern, Mountainbiking, Geocaching, Ausflüge nach Nova Gorica, in die weltberühmte Postojna-Tropfsteinhöhle, an die Adria oder zum Shopping ins italienische Udine...

Empfehlung

Slowenien-Flugwochen eignen sich hervorragend für alle Pilotinnen und Piloten ab A-Lizenz, die Lust auf eine abwechslungsreiche Woche mit vielen Flugstunden in traumhaft schöner Umgebung haben und selbständig auf großen Wiesen landen können. Um alle Startplätze nutzen zu können, musst du die Rückwärtsstarttechnik beherrschen.

Die gleichmäßigen Winde und die ständige Erreichbarkeit von komfortablen Landewiesen ermöglichen außerdem einen entspannten und erfolgreichen Einstieg in das Streckenfliegen. Wir empfehlen eine frühzeitige Buchung, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist!

Wenn du dich fürs XC-Fliegen interessierst, empfehlen wir dir unsere Streckenflugseminare, die wir im Socatal anbieten.

Qualifikation Empfehlung Voraussetzung
A-Lizenz  
nur für Streckenflüge: mind. B-Theorie  
Thermikerfahrung  
selbständig Starten  
selbständig Landen  
Vario/GPS  

Leistungen

  • Thermiktraining mit Fluglehrer und Funkunterstützung
  • Soaring- und Groundhandlingtraining mit Fluglehrer und Funkunterstützung
  • Tägliches Meteorologiebriefing
  • Kursleitung durch ortskundige DHV-Skyperformance-Trainer und Fluglehrer
  • Videoanalyse
  • Geländebriefings
  • Alle Bergfahrten
  • auf Wunsch: Organisation von Alternativ-/Rahmenprogramm

nicht im Preis enthalten: Start- und Landeplatzgebühr (pro Gelände und Tag etwa 5 €), Unterkunft (über uns buchbar) und Verpflegung

Flugwoche Slowenien - Preise
Papillon Slowenien-Flugwoche Preis
Gleitschirm-Flugwoche Slowenien
inkl. der oben genannten Leistungen
540 €
Papillon Stammkunden
(ab der 2. Teilnahme an einer Papillon-Reise) [?]
inkl. der oben genannten Leistungen
nur 490 €
Verlängerungswoche*
inkl. aller o.g. enthaltenen Leistungen und inkl. anschließendem Papillon Stammkundenstatus**
(auch in Verbindung mit Nordslowenien möglich!)
nur 440 €
optional: An-/Abreise Wasserkuppe-Slowenien zum Selbstkostenpreis
(ACHTUNG: Bei FS38.18/FSX39.18 bieten wir das Shuttle nur bei Buchung der Doppelwoche an! In der FS41.18 fährt KEIN Shuttle!)
110 €

* gilt für jede weitere, im Anschluss an eine regulär gebuchte Slowenien-Flugwoche. Mit Buchung einer Verlängerungswoche erlangst du außerdem den
** Papillon Stammkunden-Status: Ab Buchung einer zweiten Slowenien-Flugwoche gelten für dich die Stammkundenpreise für alle Papillon-Veranstaltungen!

Alternativ kannst du dich auch per E-Mail, per Fax (06654 - 82 96) oder per Post anmelden. Unsere Adresse: Papillon Flugschulen, Wasserkuppe 46, 36129 Gersfeld.

Bei Fragen zur Anmeldung erreichst du das Flugschul-Büroteam täglich zwischen 9 und 17 Uhr unter Tel. +49 (0)6654 - 75 48.

Fragen und Antworten zur Slowenien-Flugwoche

Für welche Piloten sind die Slowenien-Wochen geeignet?

Slowenien-Flugwoche (Kurskürzel FS)

Voraussetzung für die Teilnahme an einer Slowenien-Flugwoche ist die A-Lizenz (Österreich: Paragleiterschein).

Zum Fliegen im Ausland solltest du generell die IPPI-Card dabei haben, die du beim DHV bestellen kannst.

Weitere Voraussetzung ist selbständiges Landen, allerdings sind die Landeplätze riesig und das Landen dementsprechend unkompliziert. Somit sind die Slowenien-Wochen auch für Hobby- und Genusspiloten geeignet, die selbständig landen können.

Slowenien-Streckenflugwoche (Kurskürzel FSX)

Voraussetzung für die Teilnahme am einer XC-Flugwoche ist zusätzlich noch die B-Lizenz (Unbeschränkter Luftfahrerschein) oder zumindest die B-Theorie.

Außerdem erforderlich: Ein aktiver Flugstil, Thermikerfahrung (zum Beispiel aus einem Thermik-Technik-Training), Routine bei (Rückwärts-)Start und Landung, auch bei etwas anspruchsvolleren Bedingungen sowie ein GPS-fähiges Gerät zur Positionsbestimmung.

Wie ist die Verpflegung organisiert?

Das gastronomische Angebot der Region ist hervorragend. Besonders Freunde der mediterranen Küche kommen hier voll auf ihre Kosten. Deine Guides wissen ganz genau, wo man gut und preiswert isst und welche Touristenfallen man eher meiden sollte.

Im Übernachtungspreis ist ein reichhaltiges Frühstücksbuffet schon enthalten. Mit Pausensnacks und mit Getränken für den Flugtag kannst du dich im Supermarkt eindecken. Abends gehen wir in der Regel gemeinsam zum Essen.

 

Kann man auch mit dem Wohnmobil anreisen?

An der Unterkunft steht auf Anfrage auch ein Wohnmobil-Stellplatz zur Verfügung (10 EUR pro Person und Nacht inkl. Kurtaxe, Frühstück 8 EUR pro Person und 3,50 EUR Strompauschale, Stand 2017).

Wie ist das Wetter in Slowenien?

Durch die Nähe zum Meer herrschen hier oft laminare Winde. Dadurch gibt's großflächige Thermik genauso wie beste Bedingungen für stundenlange Soaringflüge. Die Tallage ermöglicht auch Hobby- und Genusspiloten kilometerlange Streckenflüge.

In den Berglagen kann noch Schnee liegen, während es in den Tälern schon 20°C hat. Somit sind ein Fliegeroverall, Fliegerhandschuhe und eine Sonnenbrille zu empfehlen.

Im Sommer gehört auch eine Badehose ins Gurtzeug: Nichts ist nach einem Flug erfrischender als eine Abkühlung in der kristallklaren Soca, Europas sauberstem Fluss!

Wann sollte ich mich anmelden?

Die Papillon Slowenienflugwochen sind sehr beliebt und oft schon frühzeitig ausgebucht. Außerdem ist die Teilnehmerzahl pro Woche begrenzt. Deshalb empfehlen wir dir eine möglichst frühe Anmeldung.

Feedback zu Socatal-Flugwochen

Thomas zur Slowenien-Flugwoche FW 11.08:
Tolle Reise, klasse Flugbetreuer, prima Flüge, grandiose Landschaft!

Hallo!

Ich möchte euch ein grosses Lob für die wirklich klasse organisierte Slowenien-Reise im Juli diesen Jahres aussprechen!

Die Betreuung von Nobbi und Hauke war perfekt, das Wetterbriefing morgens sehr kompetent und auch an der theoretischen Ausbildung hat es nicht gemangelt, so das alle Teilnehmer/innen viel aus dieser gelungenen Reise in den nordwesten Sloweniens mitnehmen konnten.

Tolle Reise, klasse Flugbetreuer, prima Flüge, grandiose Landschaft!

Was will man mehr???

Thomas B.

Hans-Peter und Claudia zur Slowenien-Flugwoche FW7.08:
"Was ein Service, was für ein Tag!!!"

Ein wirkliches Highlight war für mich der erste Streckenflug vom Kobala in Richtung Idrsko.

Der Start am Kobala sollte keine Probleme machen, schließlich habe ich im Winter auf der heimischen Kohlen Halde den Rückwärtsstart geübt. Anscheinend nicht genug, so dass mir die Startmaschine Swen & Nobbi doch heraushelfen müssen.


Darüber hinaus höre ich wie es scheint nur meine Stimme im Kopfhörer:
„…werd’ mal ein bisschen ruhiger,…mehr mit dem Körper arbeiten,…viel früher eindrehen, zu spät, jetzt bist du schon wieder zu weit und verlierst Höhe,…nicht so dynamisch in die Kurven gehen, auch da verlierst du Höhe,…lasse dich nicht hinter die Kante treiben, dahinter geht’s nur noch runter…“.
Mir schwant noch so etwas wie Lee-Wirbel und eins auf den Deckel bekommen.
Ohhman,… habe ich denn wirklich nichts dazugelernt und alles andere vergessen?
Einmal so fliegen können wie der gemeine Rhöner, aber bis dahin ist es anscheinend noch ein langer Weg. Nur gut, das die Zeit und das Papillon-Fluglehrer-Team für mich arbeiten.


Ok., ganz ruhig. Erstmal auf die Kollegen achten die mit mir versuchen den Hangaufwind zu nutzen. Etwas weiter außerhalb sehe ich Alex und Hisae kreisen und anscheinend geht es nach oben. Also nichts wie hin und tatsächlich, wunderschöne flache Kreise sind möglich und es geht laut Vario mit 2 Metern sanft und gleichmäßig nach oben. Ich kann es kaum fassen mei-ne erste Thermik, kein zentrieren nötig kein herausfallen, einfach fliegen…nicht zu beschrei-ben. Plötzlich die Stimme (Nobbi) aus dem Off: „ Ihr Drei da habt jetzt genug Höhe aufge-baut, geht mal auf Strecke.“ Wie jetzt, wohin???
Ich sehe die Beiden über mir losdampfen und hänge mich hinten rein. Wenn ich auch nicht viel kann, hinterher fliegen kann ich richtig gut.


Wir queren das Tal bei Tolmin und holen uns die verlorene Höhe durch achtern am nächsten Hang wieder. Dann der Sprung zum nächsten Berg und hier hangeln wir uns an der Flanke weiter vorwärts. Da es aber stetig hinunter geht fliege ich noch einmal zurück um an einem zerklüfteten Grat unterhalb des Gipfelkreuzes Höhe aufzubauen. Holla ganz schön ruppig hier. Der Schirm wird richtig an den Grat gesaugt und es geht mit 5,5 Metern nicht wirklich bequem aufwärts. Es rüttelt heftig am Gurtzeug und über mir knistert das Tuch verdächtig.


Nun gut, lass dich rausschmeißen, erstmal Luft geholt, wo sind eigentlich deine Hände, ich spüre sie zwar nicht mehr wirklich, sind aber immer noch fest mit den Bremsleinen verwach-sen. Brauch ich es wirklich so sportlich? Eigentlich nicht, aber da ging es hoch und mein DHV 1er Mescal macht mir die Entscheidung leichter, also noch einmal bitte kräftig durch-rühren.


Kurze Zeit später sehe ich das Gipfelkreuz ca. 250 Meter unter mir und gebe mich zufrieden.
Endlich auch mal ein Blick auf die imposante schneebedeckte Bergwelt der Julicher Alpen und das Soca-Tal. Fotografieren? geht nicht, die Hände sind festgefroren. Also einfach entlang der Soca weiterfliegen und genießen.


Irgendwann wird die Märklin Landschaft unter mir wieder größer und frei nach Nobbis Vor-gaben suche ich mir zwei bis drei mögliche Landeplätze, um genug Raum für Entscheidungs-korrekturen zu haben.
Bei der Überlegung, noch Positionskreise fliegen zu wollen, stelle ich fest, dass meine 1.Wahlwiese unter mir gar nicht verschwinden will. Hhmm,… Ist der Wind wohl doch ein wenig stärker, wie Hisae kurz vorher bei Ihrer Landung durch das Funkgerät weitergab. Also bleibe ich eingeparkt und laufbereit hängen und warte auf die Senkrechtlandung.


Passt, schnell umgedreht, den Schirm heruntergepflückt und zusammengerafft. Breites nicht Enden wollendes Grinsen!! Die Knie sind sicher nur von der Kälte so weich.
Nachdem ich aufgetaut bin und meinen Packsack geschultert habe, gebe ich meine ungefähre Position über Funk weiter und laufe Wolfgang im Parataxi entgegen, der mich kurze Zeit spä-ter mit zwei weiteren Dauergrinsern zum Rest der Truppe chauffiert.
Was ein Service, was für ein Tag!!!

Ralf zur Slowenien-Flugwoche FU17.07:
"Geilomat-Fliegen!"

Mit diesen zwei Worten hat Sven treffend auf den Punkt gebracht, was am 16.8.07 am Lijak in Slowenien angesagt war. Schirm aufziehen, rausstarten, links an den Hang und Höhe gewinnen. Knapp 3h hat mein Flug gedauert, vom Soaring bis Thermik "kurbeln" an der Basis war alles dabei. Einige Kollegen waren weit über 4h unterwegs. Für mich war das persönlicher Rekord, zumindest mit dem Gleitschirm.

Als "Flachlandtiroler" vom Niederrhein und Windenstarter war die Slowenien-Tour ein Erlebnis, welches mir nun bestimmt auch wieder über trostlose Regenwochen hinweghelfen wird. Ganz besonders loben möchte ich den Ablauf und die dahinterstehende Organisation, die gewohnt reibungslos ablief, vor allem aber auch Svens "Starthilfe", die gelegentlich mit kleinen Handgriffen große Probleme zu vermeiden wusste, Nobbis einmalige Wetterberatung, die beim Fliegen stets ein sicheres Gefühl vermittelte, und Marios aufopfernde Erledigung "spezieller Aufgaben".

Danke auch an Eva, die mir und meiner Freundin mit einem guten Tip auch auf den letzten Drücker noch zu einer Unterkunft verholfen hat.

Zum Schluss noch ein dreifaches "Papillon - Auf gehts!"
und bis zum nächsten Mal!

Ralf