Feedback: Rückmeldungen unserer Flugschüler und aus den Flugwochen
FW Slowenien 7.08, März 2008 - Hans-Peter und Claudia: "Was ein Service, was für ein Tag!!!"
Ein wirkliches Highlight war für mich der erste Streckenflug vom Kobala in Richtung Idrsko.
Ein wirkliches Highlight war für mich der erste Streckenflug vom Kobala in Richtung Idrsko.
Der Start am Kobala sollte keine Probleme machen, schließlich habe ich im Winter auf der heimischen Kohlen Halde den Rückwärtsstart geübt. Anscheinend nicht genug, so dass mir die Startmaschine Swen & Nobbi doch heraushelfen müssen.
Darüber hinaus höre ich wie es scheint nur meine Stimme im Kopfhörer:
„…werd’ mal ein bisschen ruhiger,…mehr mit dem Körper arbeiten,…viel früher eindrehen, zu spät, jetzt bist du schon wieder zu weit und verlierst Höhe,…nicht so dynamisch in die Kurven gehen, auch da verlierst du Höhe,…lasse dich nicht hinter die Kante treiben, dahinter geht’s nur noch runter…“.
Mir schwant noch so etwas wie Lee-Wirbel und eins auf den Deckel bekommen.
Ohhman,… habe ich denn wirklich nichts dazugelernt und alles andere vergessen?
Einmal so fliegen können wie der gemeine Rhöner, aber bis dahin ist es anscheinend noch ein langer Weg. Nur gut, das die Zeit und das Papillon-Fluglehrer-Team für mich arbeiten.
Ok., ganz ruhig. Erstmal auf die Kollegen achten die mit mir versuchen den Hangaufwind zu nutzen. Etwas weiter außerhalb sehe ich Alex und Hisae kreisen und anscheinend geht es nach oben. Also nichts wie hin und tatsächlich, wunderschöne flache Kreise sind möglich und es geht laut Vario mit 2 Metern sanft und gleichmäßig nach oben. Ich kann es kaum fassen mei-ne erste Thermik, kein zentrieren nötig kein herausfallen, einfach fliegen…nicht zu beschrei-ben. Plötzlich die Stimme (Nobbi) aus dem Off: „ Ihr Drei da habt jetzt genug Höhe aufge-baut, geht mal auf Strecke.“ Wie jetzt, wohin???
Ich sehe die Beiden über mir losdampfen und hänge mich hinten rein. Wenn ich auch nicht viel kann, hinterher fliegen kann ich richtig gut.
Wir queren das Tal bei Tolmin und holen uns die verlorene Höhe durch achtern am nächsten Hang wieder. Dann der Sprung zum nächsten Berg und hier hangeln wir uns an der Flanke weiter vorwärts. Da es aber stetig hinunter geht fliege ich noch einmal zurück um an einem zerklüfteten Grat unterhalb des Gipfelkreuzes Höhe aufzubauen. Holla ganz schön ruppig hier. Der Schirm wird richtig an den Grat gesaugt und es geht mit 5,5 Metern nicht wirklich bequem aufwärts. Es rüttelt heftig am Gurtzeug und über mir knistert das Tuch verdächtig.
Nun gut, lass dich rausschmeißen, erstmal Luft geholt, wo sind eigentlich deine Hände, ich spüre sie zwar nicht mehr wirklich, sind aber immer noch fest mit den Bremsleinen verwach-sen. Brauch ich es wirklich so sportlich? Eigentlich nicht, aber da ging es hoch und mein DHV 1er Mescal macht mir die Entscheidung leichter, also noch einmal bitte kräftig durch-rühren.
Kurze Zeit später sehe ich das Gipfelkreuz ca. 250 Meter unter mir und gebe mich zufrieden.
Endlich auch mal ein Blick auf die imposante schneebedeckte Bergwelt der Julicher Alpen und das Soča-Tal. Fotografieren? geht nicht, die Hände sind festgefroren. Also einfach ent-lang der Soča weiterfliegen und genießen.
Irgendwann wird die Märklin Landschaft unter mir wieder größer und frei nach Nobbis Vor-gaben suche ich mir zwei bis drei mögliche Landeplätze, um genug Raum für Entscheidungs-korrekturen zu haben.
Bei der Überlegung, noch Positionskreise fliegen zu wollen, stelle ich fest, dass meine 1.Wahlwiese unter mir gar nicht verschwinden will. Hhmm,… Ist der Wind wohl doch ein wenig stärker, wie Hisae kurz vorher bei Ihrer Landung durch das Funkgerät weitergab. Also bleibe ich eingeparkt und laufbereit hängen und warte auf die Senkrechtlandung.
Passt, schnell umgedreht, den Schirm heruntergepflückt und zusammengerafft. Breites nicht Enden wollendes Grinsen!! Die Knie sind sicher nur von der Kälte so weich.
Nachdem ich aufgetaut bin und meinen Packsack geschultert habe, gebe ich meine ungefähre Position über Funk weiter und laufe Wolfgang im Parataxi entgegen, der mich kurze Zeit spä-ter mit zwei weiteren Dauergrinsern zum Rest der Truppe chauffiert.
Was ein Service, was für ein Tag!!!

